Alles verkehrt mit der roten Couch: Eine Geschichte über Psychoanalyse und Verführung

Das hier wird eine Rezension über einen therapeutischen Roman. Möchte fast sagen, eine kritische Auseinandersetzung, denn so ganz gut kommt „Die rote Couch“ von Yalom nicht weg, obwohl der Mann ein fantastisches Fachbuch geschrieben hat. Um meine Kritik zu untermauer habe ich des weiteren einen Arm voller Hintergrundinformation über Psychoanalyse allgemein mit hinein gestreut. Beginnen wir also damit, wie mir das Buch in die Hände fiel:

An einem dunklen Freitagabend suchte ich etwas zu lesen. (Das es Freitag war ist nun für alles weitere wirklich nicht wichtig. Man kann es also an dieser Stelle getrost wieder vergessen.) Auf verworrenen Wegen bin ich über Rezensionen mit vielen goldgelben Sternchen gestolpert, die mir dringend den Roman „Die rote Couch“ ans Herz legten. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion würden verschwimmen, sagten die Rezensionen, kauf mich noch heute Abend, zischelten die gelben Sternchen. Na gut.
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Die Schlange am Boden

Alte indische Weisheit:

Auf dem Boden bei einem Wald, nahe einem kleinen Dorf lag eine Schlange. Sie lag dort gewöhnlich am Rande des Weges ausgebreitet am Boden. Jedes Mal, wenn ein Dorfbewohner das lange, grüne Tier dort schlängeln sah, tat er quieckend einen großen Satz und rannte davon. Die Schlange zischte ärgerlich, schüttelte ihren Schwanz und schnappte wütend nach seinen Fersen.

So ging es eine ganze Weile. Die Dorfbewohner sprangen jedes Mal ein Stück weiter und die Schlange stieß giftig mit den Zähnen nach ihnen. Eines Tages kam ein Mönch in seinen Roben des Weges und traf dort im Dickicht auf die Schlange. Empört richtete sich diese auf, zischelte auf das grausigste und funkelte den kahlköpfigen Mann mit glühenden Augen an.
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Sind Pornos schlecht für mich?

Niemals zuvor war Pornografie so präsent und leicht zugänglich wie heute. Das Internet macht’s möglich. Alles ist da, manches legal, manches kostenlos, manches nicht. Aber da ist es trotzdem. Mit nur wenigen Klicks erreicht man alles, was man sehen möchte oder von dem man gar nicht wusste, dass es existiert.

Manche Leute finden das nicht gut. Sie sagen, dass Pornografie etwas schlechtes ist und irgendwie schlimm – was genau sie da meinen sagen sie meist nicht – und hat mit ihnen nichts zu tun. Ich habe da jemanden bestimmtes im Sinn und ich bin mir recht sicher, dass diese Frau, die damals ihre Nase über den Playboy rümpfte, noch nie Pornos gesehen hat. Trotzdem findet sie so etwas des Teufels.

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Unglücklich bei der Arbeit? 10 Anzeichen, dass du den falschen Job hast

Wir sind berechtigt uns zu fragen, ob wir mit dem, womit wir Geld verdienen glücklich sind. Mit nichts verbringen wir so viel Zeit, wie mit unserer Arbeit. Und damit auch mit den Kollegen, die dort ebenfalls herumhängen und zwangsläufig mit uns zusammentreffen.

Die Hälfte aller Deutschen gibt an, unzufrieden mit ihrem Job zu sein und ihn gerne in absehbarer Zukunft zu wechseln.

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Das Drama um Sogyal

Sogyal Rinpoche galt als ein großer Lehrer im tibetischen Buddhismus. Er schrieb das tibetische Totenbuch und stand einer großen Gemeinschaft mit vielen tausend Schülern und Ordinierten vor. Internationale Sache. Einige dieser Gefolgsleute haben nun einen Brief veröffentlicht, der ihn dazu veranlasst hat, seinen Titel abzugeben und sich aus dem Leben als Lehrer zurück zu ziehen.

Sogyal heißt also jetzt wieder Lakar (sein Familienname) und nicht mehr Rinpoche (respektvolle Anrede für einen liebenswürdigen Lehrer, wörtlich etwa „kostbare Person“). Die Anschuldigungen, die ihn zu diesem Schritt bewogen haben sind schwer und allerhand wichtige Leute in der Szene – darunter der Dalai Lama – haben Kommentare zu der Angelegenheit abgegeben.

Es geht also um ein bisschen mehr, als nur ein kleines Drama um eine Person. Hier passiert etwas, was alle paar Jahre mal wieder eine Glaubensgemeinschaft erschüttert: Ein sicher geglaubtes Fundament entpuppt sich als bröselige Täuschung mit verheerenden Folgen für viele Unschuldige. Schauen wir uns also an, was da passiert ist. Ganz ruhig der Reihe nach.

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Der Weg in die Zukunft: Ich kandidiere!

Hier sind Dinge, die ich tun würde, wenn ich dieses Land regieren würde:

Ich würde keinen Menschen weg schicken. Menschen, die ihre Heimat verlassen und um die halbe Erde flüchten mit einem Beutel voller Hab und Gut, sind keine Menschen vor denen man Angst haben muss, sondern Menschen, denen man helfen muss. Jeder von ihnen darf hier bleiben. Ich schicke niemanden weg oder sogar zurück.

Und wo wir schon dabei sind: Natürlich würde ich mich darum kümmern, dass sie leicht in ein Leben hier hinein finden, in dem sie die Sprache lernen, einen Arbeitsplatz finden und so fort. Integration ist wichtig, geht aber so wenig Menschen an, dass ich keinen Grund sehe, das Thema dermaßen platt zu treten, dass niemand mehr über etwas anderes spricht. Es gibt doch so viel anderes, was alle betrifft.
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Den Orbit verlassen: Was die Raketengleichung mit Psychoanalyse zu tun hat

Psychoanalyse ist eine Methode, Menschen zu helfen, die in ihrem Leben unter allerhand Zeugs leiden. Genau dieses Zeugs steht dabei gar nicht unbedingt im Mittelpunkt, sondern der Mensch als ganzes, was ihn beschäftigt, wie er denkt, was ihn bewegt.

Die Analyse ist einer der erfolgreichsten Therapieformen überhaupt, WENN sie über lange Zeit geführt wird. Konkret gibt eine Studie hier einen Zeitraum von mindestens 18 Monaten an.
Nach dieser Zeit setzen die Post-Behandlungs-Effekte ein, die vermutlich dafür verantwortlich ist, dass eine Analyse nachhaltiger wirkt als andere Therapiemethoden.
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Ilse wartet auf Herrn Makarell

Es war noch vor der verabredeten Zeit, da setzte sich Ilse in ihren Sessel. Sie erwartete Besuch: Herr Makarell hatte sich angesagt. Daher zupfte sie nun etwas an den Ärmeln ihrer Bluse und richtete sie Fransen am Saum des Teppichs, die gute Frau war etwas nervös.

Das Hausmädchen erkundigte sich, für wann sie den Tee bereiten sollte. Für den Nachtmittag hätte sich Herr Makarell angesagt, Ilse erwartete ihn nun jede Minute. Ach, aber sie solle das mit dem Teewasser noch lassen, man wisse ja nicht, ob der Herr nicht Kaffee bevorzuge. Das Hausmädchen nickte. Ob sie der Dame in der Zwischenzeit etwas bringen könnte?
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Die Fische im Eimer

Der Wind zwitschert in den Zweigen und der Rauch krault den Schornstein. Wir stehen an einem See und jemand ist auf den Gedanken gekommen zu angeln. Ich muss behilflich sein, der Haken hat sich in einem Schal im Gepäck verfangen. Gar nicht so einfach, ihn da wieder heraus zu bekommen, hinter der Spitze sitzt noch ein Widerhaken. Ich muss daran denken, wo das Metall gleich einschlagen wird.

Immerhin wird sie wohl keinen Erfolg haben. Angeln, das dauert doch Stunden, nie im Leben baumelt da gleich ein Fisch an der Strippe und kaum ist der Gedanke auch nur ausgedacht, da baumelt der erste Fisch an der Strippe. Fast zärtlich fäst sie den kleinen Leib, drückt den Kopf von dem spitzen Harken los und schmeißt den zappelnden Körper in einen grauen, flachen Eimer.

Na das war doch jetzt Zufall – und der Gedanke hat sich noch nicht recht zu Ende gedacht, da sind die Fische zu viert. Eher zu dritt, denn der Vierte ist eine Leiche, die Bauch nach oben dahin treibt während die übrigen drei mit den Nasen gegen die Wand stupsen und sich winden, was das zeug hält. Einer schafft den Sprung auf den Rasen. Und wird flux zurück verfrachtet. Mittlerweile stehen drei Menschen am Steg und halten die langen Angeln ins Wasser.
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Das Problem mit dem Universitätsstudium

An der Uni gibt es zwei verschiedene Sorten von Leuten: Die, die nicht so genau wissen, was sie später mal machen wollen und die, die ganz genau wissen, was sie später mal machen wollen. Die erste Gruppe hat die überwältigende Mehrheit.

Wie soll man denn auch in jungen Jahren wissen, was man von einem Leben haben möchte, das man noch gar nicht lebt, weil man eben jung ist. Daher braucht man Zeit, muss sich und das Leben probieren und vielleicht kommt unterwegs eine Meinung, was einem behagt, und was nicht.
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