Welcome to the Mind Gym!

Das Jahr ist frisch, im Discounter stapeln sich die Thera-Bänder und die Kohlenhydrate setzten in den Regalen staub an. Arme Kohlenhydrate. Gluten fühlt sich in letzter Zeit richtig gemobbt.

Aber Spaß beiseite – hier geht’s um was Ernstes. Wir sind immer gerne und gut damit beschäftigt uns in Form zu halten, damit der Bauch vielleicht doch noch irgendwie so aussieht wie auf dem gefilterten Instagrammbild von dem Baucheinziehenden Mädchen, das fünfzehn Jahre jünger ist und keine Ahnung hat, was eine Steuererklärung ist. Bei entsprechendem Anreiz (also ein echter Wille und eine mindestens mäßige Aussicht auf Erfolg) stecken wir in solcherlei Unterfangen viel Zeit und Geld. Kostet schließlich was, so eine Sportmitgliedschaft und die Bio-Kapseln aus dem Reformhaus, ist aber auch echt gut für die Haut und man muss ja auch was für sich tun.

Richtig so. Etwas für sich tun ist eine feine Sache. Sport ist eine feine Sache. Gesunder Ernährung ist eine feine Sache. Gerne weitermachen. Nur zu!

Wenn wir davon 20% nehmen, und den gleichen Eifer in unsere mentale Entwicklung investieren, dann würde die Nacht vermutlich vor lauter Heiligenscheinen schimmern.
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Das ICH und das chinesische Schriftzeichen

Ein chinesisches Schriftzeichen fügt sich aus vielen Teilen zu einem Ganzen zusammen. Es hat einen Klang, eine Strichreihenfolge, eine Form und eine Bedeutung.

Meist ist ein Zeichen aus mehreren einzelnen Zeichen aufgebaut, von denen ein Anteil der Bestimmende ist, das sogenannte Radikal.
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Ja verdammt, nur eine Person!

Sonntag Morgen, Wien, Österreich.
Bevor mich das Flugzeug in die Heimat bringt, gibt es ein hübsches und ausführliches Frühstück. Mir Wien-Neuling hat eine 100-Dinge-zu-tun-List empfohlen, in einem bestimmten Café zum Brunch zu gehen. Also Tisch reserviert, Konferenz gemeistert und zu Fuß die Straßen entlang hier her geschlendert.

„Nur eine Person?“ fragt die Bedienung ganz ungläubig.

Das wäre soweit vermutlich in Ordnung. Vielleicht ist es tatsächlich ungewöhnlich, alleine zu einem Brunch zu gehen. Ein geselliges Frühstück ist eine hübsche Sache. Aber ich wurde bereits entschieden zu oft gefragt, ob ich auch wirklich ganz alleine unterwegs wäre. Ich kann die Frage nicht mehr hören – ja verdammt! Ich bin nur diese eine Person und ich will trotzdem einen schönen Platz und ein leckeres Frühstück und – das ist jetzt vielleicht das wirklich Unfassbare an der ganzen Angelegenheit – ich will auch noch Spaß dabei. Ganz alleine.
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Alles verkehrt mit der roten Couch: Eine Geschichte über Psychoanalyse und Verführung

Das hier wird eine Rezension über einen therapeutischen Roman. Möchte fast sagen, eine kritische Auseinandersetzung, denn so ganz gut kommt „Die rote Couch“ von Yalom nicht weg, obwohl der Mann ein fantastisches Fachbuch geschrieben hat. Um meine Kritik zu untermauer habe ich des weiteren einen Arm voller Hintergrundinformation über Psychoanalyse allgemein mit hinein gestreut. Beginnen wir also damit, wie mir das Buch in die Hände fiel:

An einem dunklen Freitagabend suchte ich etwas zu lesen. (Das es Freitag war ist nun für alles weitere wirklich nicht wichtig. Man kann es also an dieser Stelle getrost wieder vergessen.) Auf verworrenen Wegen bin ich über Rezensionen mit vielen goldgelben Sternchen gestolpert, die mir dringend den Roman „Die rote Couch“ ans Herz legten. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion würden verschwimmen, sagten die Rezensionen, kauf mich noch heute Abend, zischelten die gelben Sternchen. Na gut.
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Die Schlange am Boden

Alte indische Weisheit:

Auf dem Boden bei einem Wald, nahe einem kleinen Dorf lag eine Schlange. Sie lag dort gewöhnlich am Rande des Weges ausgebreitet am Boden. Jedes Mal, wenn ein Dorfbewohner das lange, grüne Tier dort schlängeln sah, tat er quieckend einen großen Satz und rannte davon. Die Schlange zischte ärgerlich, schüttelte ihren Schwanz und schnappte wütend nach seinen Fersen.

So ging es eine ganze Weile. Die Dorfbewohner sprangen jedes Mal ein Stück weiter und die Schlange stieß giftig mit den Zähnen nach ihnen. Eines Tages kam ein Mönch in seinen Roben des Weges und traf dort im Dickicht auf die Schlange. Empört richtete sich diese auf, zischelte auf das grausigste und funkelte den kahlköpfigen Mann mit glühenden Augen an.
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Sind Pornos schlecht für mich?

Niemals zuvor war Pornografie so präsent und leicht zugänglich wie heute. Das Internet macht’s möglich. Alles ist da, manches legal, manches kostenlos, manches nicht. Aber da ist es trotzdem. Mit nur wenigen Klicks erreicht man alles, was man sehen möchte oder von dem man gar nicht wusste, dass es existiert.

Manche Leute finden das nicht gut. Sie sagen, dass Pornografie etwas schlechtes ist und irgendwie schlimm – was genau sie da meinen sagen sie meist nicht – und hat mit ihnen nichts zu tun. Ich habe da jemanden bestimmtes im Sinn und ich bin mir recht sicher, dass diese Frau, die damals ihre Nase über den Playboy rümpfte, noch nie Pornos gesehen hat. Trotzdem findet sie so etwas des Teufels.

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Unglücklich bei der Arbeit? 10 Anzeichen, dass du den falschen Job hast

Wir sind berechtigt uns zu fragen, ob wir mit dem, womit wir Geld verdienen glücklich sind. Mit nichts verbringen wir so viel Zeit, wie mit unserer Arbeit. Und damit auch mit den Kollegen, die dort ebenfalls herumhängen und zwangsläufig mit uns zusammentreffen.

Die Hälfte aller Deutschen gibt an, unzufrieden mit ihrem Job zu sein und ihn gerne in absehbarer Zukunft zu wechseln.

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Das Drama um Sogyal

Sogyal Rinpoche galt als ein großer Lehrer im tibetischen Buddhismus. Er schrieb das tibetische Totenbuch und stand einer großen Gemeinschaft mit vielen tausend Schülern und Ordinierten vor. Internationale Sache. Einige dieser Gefolgsleute haben nun einen Brief veröffentlicht, der ihn dazu veranlasst hat, seinen Titel abzugeben und sich aus dem Leben als Lehrer zurück zu ziehen.

Sogyal heißt also jetzt wieder Lakar (sein Familienname) und nicht mehr Rinpoche (respektvolle Anrede für einen liebenswürdigen Lehrer, wörtlich etwa „kostbare Person“). Die Anschuldigungen, die ihn zu diesem Schritt bewogen haben sind schwer und allerhand wichtige Leute in der Szene – darunter der Dalai Lama – haben Kommentare zu der Angelegenheit abgegeben.

Es geht also um ein bisschen mehr, als nur ein kleines Drama um eine Person. Hier passiert etwas, was alle paar Jahre mal wieder eine Glaubensgemeinschaft erschüttert: Ein sicher geglaubtes Fundament entpuppt sich als bröselige Täuschung mit verheerenden Folgen für viele Unschuldige. Schauen wir uns also an, was da passiert ist. Ganz ruhig der Reihe nach.

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Der Weg in die Zukunft: Ich kandidiere!

Hier sind Dinge, die ich tun würde, wenn ich dieses Land regieren würde:

Ich würde keinen Menschen weg schicken. Menschen, die ihre Heimat verlassen und um die halbe Erde flüchten mit einem Beutel voller Hab und Gut, sind keine Menschen vor denen man Angst haben muss, sondern Menschen, denen man helfen muss. Jeder von ihnen darf hier bleiben. Ich schicke niemanden weg oder sogar zurück.

Und wo wir schon dabei sind: Natürlich würde ich mich darum kümmern, dass sie leicht in ein Leben hier hinein finden, in dem sie die Sprache lernen, einen Arbeitsplatz finden und so fort. Integration ist wichtig, geht aber so wenig Menschen an, dass ich keinen Grund sehe, das Thema dermaßen platt zu treten, dass niemand mehr über etwas anderes spricht. Es gibt doch so viel anderes, was alle betrifft.
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