Forscher verstehen Gehirn: Seele weg, Geist weg, Psyche auf dem Prüfstand

Neurowissenschaften: Forscher sind sich nun nach jahrelanger Suche sicher, sie konnten im Gehirn nur graue Zellen finden, für Gedanken und Gefühle sei nun allein schon aus räumlichen Gründen kein Platz mehr.

Über Jahrzehnte untersuchten Mediziner und Naturwissenschaftler das menschliche Gehirn und konnten mit modernen Bildgebenden Verfahren eindeutig zeigen, dass wir von neuronaler Aktivität gesteuert sind. Was früher für Gedanken und Gefühle gehalten wurde, konnte nun zweifelsfrei als gieriges Sauerstoffschlürfen der grauen Zellen belegt werden.

Bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts entledigte sich die Szene mit den Schriften Sigmund Freuds der Seele. (Unabhängig bestätigte dies auch der Dalai Lama: Buddhisten hätten bereits seit 2000 Jahren keine Seele mehr, diese sein damals im Zuge der Abgrenzung zum Hinduismus abgeschafft worden).
Der Geist des Menschen wird nun endgültig obsolet.

In der Fachwelt beginnt damit das große Bangen um die Psyche. Da ihr Sitz im Gehirn nun ausgeschlossen werden kann, hoffen Psychologen und Therapeuten darauf, dass sie andernorts im Körper gefunden wird.
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Der Fehler in der Praxis

Mit dem Buddhismus ist es wie mit Eis: Es gibt mehr Sorten als man auf einmal in eine Waffel tun kann und dabei schmecken alle lecker. Hat man sich einmal entschieden – sagen wir für das Fruchteis – kommt es mit einer bestimmten Geschmacksrichtung daher, nach der man sich fortan ausrichtet.

Im Mahayana Buddhismus (Das Erdbeereis der Geistesschulung) steht der Gedanke an andere Menschen im Vordergrund. Selber die Erleuchtung erlangen ist nicht mehr genug, auf der Welt gibt es so unermessliches Leiden, dass sich der gute Mahayana-Buddhist denkt: Ach Mensch, ich bleib‘ noch ne Weile, das sind ja keine Zustände hier, man braucht mich! Nirvana erst, wenn der Rest der Welt auch so weit ist.

Dieser Gedanke zieht sich wie eine hübsche melangierende Sirupspur durchs Eis. Natürlich beschäftigt man sich mit sich selbst, schließlich ist man mit dem eigenen Glück beschäftigt, aber das ist eben verbunden damit, auch andere im Blick zu haben.

Mein erster Meditationslehrer verwies hier gerne auf Bahnfahrten. Er sagte: „Wer immer nur darauf schaut, selbst den besten Platz zu bekommen, der ist vielleicht nicht der beste Mahayana Buddhist.“
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Alles, was man über Freud wissen muss: Anna und Sigmund in 13 Fakten

1.) Freud ist nicht der Erfinder der Psychoanalyse

Freud war Psychiater und übernahm von einem Kollegen die Idee, dass es Menschen, die unter schweren Erlebnissen litten, helfe, wenn sie laut darüber sprechen. Er entwickelte die Technik weiter, indem er es den Patienten bequem machte (daher die Couch) und sie ganz frei reden lies. Seine Idee war, dass die Worte weitere Dinge aus dem Unterbewussten ans Licht bringen würden, was wiederum unterbewusste Muster auflösen würde, die dem Patienten das Leben schwer machten. Er nannte das freies Assoziieren.
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