Todestrieb – PART III Jetzt das ganze noch einmal global

Komplexe Systeme wie Staaten zu personifizieren und dann auch noch auf der Ferne zu analysieren ist ja eine ganz böse Angelegenheit. Höchst fragwürdig. Böse, böse. Machen wir es einfach trotzdem, weil es so schrecklich spannend ist.

Kollektiver Todestrieb am Beispiel USA

Es gibt Leute, die sagen, dass die USA nicht unter einer Krise leiden. Dazu dauert das ganze schon viel zu lange. Das Unheil ist nicht erst seit Trump über mindestens das Land hereingebrochen, nein, er ist nur das Ergebnis von Strukturen, die schon viel früher gelegt wurden.

Vielmehr sagen Experten: Das Land würde seit Jahren unter einen sozio-ökonomischen Eruierung leiden, soll heißen, ganz langsam geht alles vor die Hunde. Das ist ein riesiges Problem, denn eigentlich könnte alles viel besser sein, als es eigentlich gerade ist. Es könnte mehr Auftrieb in der Wirtschaft geben, es könnte den Menschen besser gehen. Tut es aber nicht.

Deshalb muss etwas getan werden. Das Spiel ist seit Anbeginn der Zeit das gleiche: Wenn ein paar sich gemeinsam gut fühlen wollen, dann muss es gemeinsam gegen wenige gehen. Das hat sich in der Geschichte bewährt, genau wie auf jedem Schulhof. Sichere Kiste.

Ein Feind muss her!

Momentan haben wir da einen passablen Spieler vor der Haustür und eine Menge Leute machen sich darüber verrückt: Etliche Terroristen meinen ihr Ding machen zu müssen und haben nicht viel übrig für den Westen an sich und überhaupt jeden anderen als sich selbst.

Das funktioniert bis zu einem gewissen Grad. Damit bekommt man einen Arm voller europäischer Politiker in Pariser Nebenstraßen zum Schulterschluss. Dann hört das Vergnügen aber auch wieder auf. Einen jahrelangen Zerfall federt man damit nicht ab. Es brauch mehr. Größer. Weiter. Mächtiger.

Nun haben Staaten meist langjährige Erfahrung mit Fehden. Die USA auch. Als Weltmacht kennt man sich da aus. Ein immer gern gehasster Kandidat war Russland, aber das Land versinkt selbst in der Krise und bietet sich in modernen Zeiten nicht mehr als globaler Gegenspieler an. Besser man macht einen auf gute Beziehungen. Dafür gibt es eine andere Macht, die erstarkt ist und nur all zu gerne den Gegner macht: China.

Auch das ist nicht neu. Das hat sich Trump nicht im Wahlkampf überlegt, auf die Wimpel gepinselt und in die Welt getweetet. Seit Jahren unterstützen die USA Aufrüstungsbestrebungen in diversen Asiatischen Ländern wie Südkorea, Japan und Australien. Da wir etwas vorbereitet. Vielleicht passiert es nicht. Aber über „wachsam“ sein sind wir hier hinaus, hier ist massives Unbehagen angebracht, denn da scharren mindestens zwei gigantische Militärmächte kampflustig mit den Hufen.

Hier sei nun einmal ganz deutlich angebracht, dass die letzten beiden Absätze nicht meine persönliche Meinung sind sonder auf den Aussagen von Josef Bramel von de DGAP sind. Der Herr kennst sich mit den Vereinigten Staaten aus.

Die Taktik, Krisen im eigenen Land zu kaschieren, indem man Krieg in anderen führt, ist nicht neu. Andere amerikanische Präsidenten haben gleiches versucht und getan. Funktionierte auch immer mittelmäßig, denn wer einen Krieg beginnt, der wird auch meist wieder gewählt, denn er soll seine Unternehmung zu ende führen. Klappt nur leider überhaupt nicht in unseren postmodernen Kriegsführungszeiten. Seit dem zweiten Weltkrieg haben die USA keinen einzigen Krieg mehr gewonnen, den sie angefangen habe.

Hier geht es weiter zum Résumé.

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