Krieg & Frieden, Stand 2017

Todestrieb – PART I Eine friedliche Welt?

Unglaublich aber wahr: Die Welt wird immer friedlicher.

Ja, die Aussage hat es in sich, denn da möchte man doch gleich widersprechen. Überall toben Kriege, orangene Leute auf der anderen Seite des Globus schmeißen Bomben drauf und überhaupt kann man das doch so gar nicht sagen.

Doch kann man. Und das ist auch keine wilde Behauptung. Friedensforscher sagten bereits vor Jahren, dass es noch niemals so friedlich zugegangen sei (obwohl reichlich Arbeit ins Haus steht). An dieser Stelle ist es angebracht zu fragen: Warum zur Hölle glauben wir das nicht?

Die Welt wie sie uns erscheint

Da kommt einem gleich der Grund in den Sinn, der immer wieder platt getreten wird. Wir sehen von der Welt, was Medien uns präsentieren.

Wir nehmen die Welt nicht so wahr, wie es uns die Fakten erzählen. Das kann mehrere Gründe haben. Fangen wir mal beim Offensichtlichen an, der gerne immer wieder breit getreten wird: Wir sehen Nachrichten und nehmen dadurch erzeugte Stimmungen war, dass sind allerdings fast ausschließlich tagesaktuelle Schreckensmeldungen. Das ist auch nicht unbedingt den Medien an zu lasten, denn sie verrichten da nur ihren Job uns nach ihren Vorstellungen zu informieren. Ein solcher Blick ist immer selektiv und Fakten wie die oben präsentierten werden nur als frische Studie erwähnt. Aktuelle Berichterstattung beinhaltet überwiegend Schrecken. Das verzehrt unsere Wahrnehmung.

Oder hat das ganze etwas mit uns selbst zu tun? Ist das alles nur Zahlenschönmalerei und die Welt wird gar nicht besser? Immerhin wissen wir doch um all die Probleme, von denen eines das nächste jagt. Nicht nur irgendwo anders auf der Welt, in fremden Ländern von denen wir nicht einmal die Hauptstädte nennen könnten, würde sie uns nicht zusammen mit Kriegsneuigkeiten in den Nachrichten präsentiert werden.

Im Grunde wissen wir, wie die Welt gerade vor die Hunde geht. Klimawandel, Umweltverschmutzung, Massentierhaltung, um nur eine Liste mit stichhaltige Positionen zu beginnen, die immer wieder diskutiert werden, ohne das Rettung in Sicht wäre. Diese Dinge gehen jeden Menschen auf dieser großen Kugel an. Kann es sein, das wir gut dabei sind, diese Zustände in unserem täglichen Leben zu verleugnen? Bauen wir uns da eine Welt auf, in der wir mit solchen tiefverwurzelten existentiellen Problemen nicht in Berührung kommen müssen?

Nicht, dass wir da am Ende noch etwas bei uns ändern müssen.

Oder ist genau das das Problem? Das wir um die Misslichkeiten wissen und sogar gerne helfen würden. Und nichts geht. Wie, bitte schön, sollen wir Normalos etwas gegen den Welthunger tun? Oder gegen Plastiktüten in Korallenriffen? Oder gegen menschenunwürdige Arbeit in Textilfabriken in Südostasien. Da hilft es wenig, sein Tshirt in Bioqualität zu kaufen. Die Welt zu retten ist äußerst beschwerlich geworden.

Ganz schön frustrierende Angelegenheit. Alles nicht so toll. Wir wollen auch gerne was tun. Und viel geht da nicht. Damit fühlt man sich nicht gut: Es läuft nicht gut und ändern oder helfen ist auch nicht drin. Verzwickt.

Twitter. Screenshot. Journalistisch fragwürdig.

An dieser Stelle ist es höchste Zeit, das wir uns in Erinnerung rufen: Die Welt wird – bezogen auf Krieg und bewaffnete Konflike – tatsächlich immer friedlicher. Mehr dazu gleich. Es ist unsagbar wichtig zu wissen, dass wir hier nicht einem phantastischen Dämon nachjagen. Hier geht es nicht um eine pazifistische Fantasie. So isses. Bill Gates bringt hübsch und akkurat auf den Punkt, dass es hier vielleicht auch darum geht, seinen eigenen Kurs aus zu richten. Nicht die Berge tatsächlich zu versetzten aber zumindest immer kräftig darauf zu zu halten. Dann bewegt sich schon irgendwas.

Hier geht es weiter zu PART II.





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