Das Problem mit dem Universitätsstudium

An der Uni gibt es zwei verschiedene Sorten von Leuten: Die, die nicht so genau wissen, was sie später mal machen wollen und die, die ganz genau wissen, was sie später mal machen wollen. Die erste Gruppe hat die überwältigende Mehrheit.

Wie soll man denn auch in jungen Jahren wissen, was man von einem Leben haben möchte, das man noch gar nicht lebt, weil man eben jung ist. Daher braucht man Zeit, muss sich und das Leben probieren und vielleicht kommt unterwegs eine Meinung, was einem behagt, und was nicht.

Noch schlimmer ist es nur für solche, die vorher noch eine Ausbildung machen. Sie sind ein bisschen wie diejenigen, die erst mal ein Auslandsjahr einschieben. Beide wissen noch viel weniger was sie wollen, aber die Ausgebildeten haben auch noch Angst und stellen vermeintliche Sicherheit über einen schlichten Aufschub des ernsten Lebens.

Und dann ist da die zweite Gruppe. Die Gruppe derer, die so genau wissen, wo die Reise hingeht. Von der ersten Gruppe werden sie skeptisch beäugt, denn die wären auch gerne so. Dabei haben es diese Menschen doch so schwer: Sie wissen, was sie einmal machen wollen und plagen sich nun Jahre lang mit etwas anderem herum, nur um ein Zettel zu bekommen, auf dem etwas steht, sie wären nun ersehnten Arbeit qualifiziert.

In jedem Fall tun beide Gruppen nicht, was sie tun könnten: Die einen, weil sie noch gar nicht herausgefunden haben, was das denn eigentlich ist und sie lieber mit ihren Nasen in allerhand DIngen herumstupsen, die sie später gar nicht ausüben. Oder eben die anderen armen Teufel, die sich abrackern um Jahre später tun zu können, was sie sich ersehnen. Gut ist, wer unterwegs trotzdem noch irgendwie Spaß hat, und auch die Zeit in stickigen Seminarräumen mit eigenwilligen Zeitgenossen und anstrengenden Anforderungen mehr als nur hinter sich bringt.






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