Den Orbit verlassen: Was die Raketengleichung mit Psychoanalyse zu tun hat

Psychoanalyse ist eine Methode, Menschen zu helfen, die in ihrem Leben unter allerhand Zeugs leiden. Genau dieses Zeugs steht dabei gar nicht unbedingt im Mittelpunkt, sondern der Mensch als ganzes, was ihn beschäftigt, wie er denkt, was ihn bewegt.

Die Analyse ist einer der erfolgreichsten Therapieformen überhaupt, WENN sie über lange Zeit geführt wird. Konkret gibt eine Studie hier einen Zeitraum von mindestens 18 Monaten an.
Nach dieser Zeit setzen die Post-Behandlungs-Effekte ein, die vermutlich dafür verantwortlich ist, dass eine Analyse nachhaltiger wirkt als andere Therapiemethoden.

Was passiert, wenn eine Analyse zu ende ist?

Geht eine Psychoanalyse zu ende, kommt der Patient zwar nicht mehr zu seinem Behandler, hört aber deshalb nicht auf weiter zu wachsen. Die jahrelange Analyse ist wie ein Anschubser, der den Menschen in eine neue (noch nie da gewesene) Umlaufbahn befördert, in der er sich allein weiter bewegen kann.

Das ist so ähnlich wie mit einer Rakete. Wenn man etwas in den Weltraum schießen will, dann muss man das entsprechende Objekt nicht permanent antreiben, bis es an seinem Ziel ist oder es weiter befeuern, um es in einer Umlaufbahn zu halten. Das passiert von allen. Wichtig ist, am Anfang eine ganze Menge Energie hinein zu stecken, damit die Rakete das Schwerefeld der Erde ein gutes Stück überwinden kann. Ist die Geschwindigkeit dann größer als die sogenannte Fluchtgeschwindigkeit, die von der Masse und Gravitation abhängt, fällt sie nicht mehr hinunter.

Ab hier übernehmen die Gesetze von Newton die Arbeit und halten die Rakete entweder stabil in ihrem neuen Orbit oder transportieren sie ruhig durch das All in Richtung des anvisierten Ziels.






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