Forscher verstehen Gehirn: Seele weg, Geist weg, Psyche auf dem Prüfstand

Neurowissenschaften: Forscher sind sich nun nach jahrelanger Suche sicher, sie konnten im Gehirn nur graue Zellen finden, für Gedanken und Gefühle sei nun allein schon aus räumlichen Gründen kein Platz mehr.

Über Jahrzehnte untersuchten Mediziner und Naturwissenschaftler das menschliche Gehirn und konnten mit modernen Bildgebenden Verfahren eindeutig zeigen, dass wir von neuronaler Aktivität gesteuert sind. Was früher für Gedanken und Gefühle gehalten wurde, konnte nun zweifelsfrei als gieriges Sauerstoffschlürfen der grauen Zellen belegt werden.

Bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts entledigte sich die Szene mit den Schriften Sigmund Freuds der Seele. (Unabhängig bestätigte dies auch der Dalai Lama: Buddhisten hätten bereits seit 2000 Jahren keine Seele mehr, diese sein damals im Zuge der Abgrenzung zum Hinduismus abgeschafft worden).
Der Geist des Menschen wird nun endgültig obsolet.

In der Fachwelt beginnt damit das große Bangen um die Psyche. Da ihr Sitz im Gehirn nun ausgeschlossen werden kann, hoffen Psychologen und Therapeuten darauf, dass sie andernorts im Körper gefunden wird.

Dies könnte sicherlich Einfluss auf die Reform des Psychotherapeutengesetzes haben, welche zur Zeit erarbeitet wird. Bereits in den frühen Phasen zeichnete sich ab, das Mediziner der Gleichstellung der Ausbildung mit psychologischen Therapeuten überaus kritisch gegenüber standen. Ob es unter diesen neuen Forschungserkenntnissen überhaupt noch eine Approbation für Nicht-Mediziner geben könnte bleibt unklar. Sollte nicht bald eine Psyche gefunden werden, drohen sämtliche psychologischer Berufe in den Okkultismus ab zu rutschen.

Die Krankenkassen jubeln unterdessen, denn schon seit Jahren hatten sie in weiser Voraussicht die Bedarfsplanung unterlassen und können so die letzten verbliebenen Therapeuten ausbrennen lassen während die Patienten einen sicheren Platz auf der Warteliste eines ärztlichen Therapeuten haben.

Bislang war Deutschland eines der wenigen Länder, in dem die Krankenkassen für die Behandlung von psychischen Erkrankungen aufkam. Auf Grund der neuen Befunde könnte sich dies nun rasch ändern. „Prima!“ freute sich auch der Sprecher einer großen gesetzlichen Kasse: „Dann können wir das gesamte Budget umverteilen und endlich mehr Homöopathie fördern!“






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