Auf das Kissen – fertig – los! Alles zum Einstieg in die Meditation

Wie beginne ich mit Meditation?

Man hört viel gutes über dieses Meditations-Dings. Leute, die das machen, schwärmen regelrecht von ihrem neu gefundenen Glück. Kann einen schon neugierig machen. Denn wer wäre nicht gerne ein bisschen glücklicher als er es gerade ist?

Jeder Mensch bringt seine eigene Motivation mit, warum er in diese neue Welt hineinschnuppern will. Sicher ist, man braucht ein feinfühliges Näschen, damit man findet, was man braucht. Es gibt unglaublich viele Meditationsstile und -techniken – und übrigens auch Alternativen. Denn entspannen kann man sich auch ganz weltlich, ohne auf einem Kissen zu hocken.

Trotzdem sind immer mehr Menschen gar nicht davon abzubringen, gefühlte Ewigkeiten sitzend zu verharren und – ja, was eigentlich? Da sitzen dutzende Erwachsene zusammen in einem Raum, haben die Augen geschlossen oder auf einen undefinierbaren Punkt auf dem Boden gerichtet, machen nichts, sagen nichts und atmen so vor sich hin.

Wir leben jeder ein stressiges Leben. Unser Geist schlägt Purzelbäume, bei all den Reizen, die er über sich ergehen lassen muss, all den Sorgen, die er sich machen muss und der Dauerbereitschaft, die wir ihm abverlangen. Manchmal braucht da auch der Geist Ferien. Es gibt kein konkretes Ziel, wenn man meditiert. Es geht nicht unbedingt darum, sich zu entspannen. Das geht in einer warmen Badewanne ohnehin besser, denn da tut einem der Rücken nicht weh. Auch ein besserer Mensch werden zu wollen ist eine lobenswerte Einstellung aber auch nicht direkt eine Motivation zum meditieren. Passieren tut es meist ganz automatisch. Man wird ruhiger, das Leben behandelt einen besser. Am einfachsten ist’s, wenn man sich gar nichts vornimmt. Einfach hinsetzen und leiten lassen.

Geleitete Meditation

Gerade für den Einstieg ist es prima, wenn man einen erfahrenen Meditierer hat, der einen mit sanfter Stimme führt. So jemanden gabelt man am besten in einem Zentrum auf, dort gibt es regelmäßige Gruppen. Die sind meist sogar darauf ausgelegt, dass man als Neuling herrein schneien kann, alles zu seinem Wohl dort vorfindet und meist noch eine kleine Einführung bekommt.

Solche Einführungskurse gibt es in fast jedem buddhistischen Zentrum, aber auch in manchen Yogastudios oder ähnlichen Einrichtungen. Das kann ganz interessant sein, wenn man von Buddhismus und Religion partout nichts hören will. Wenn’s einem liegt kann man dann auch tiefer Einsteigen und die Hintergründe und das Drumherum kennen lernen, aber das ist einem ganz selber überlassen. Buddhisten missionieren nicht.

Und Buddhisten verlangen auch oft kein Honorar. Regelmäßige Meditationsabende finden meist auf Spendenbasis statt, sind also erst mal um sonst. Wer von der Sache überzeugt ist und auch etwas Geld ausgeben mag, kann sich für einen richtigen Einführungskurs entscheiden. Solche Kurse findet man außer in den buddhistischen Zentren auch bei Yoga Schulen, der Volkshochschule oder Entspannungs-Coaches. Die Preise schwanken je nach Anbieter.

Zuhause meditieren

Irgendwann hilft es alles nichts mehr und der innere Schweinehund kann noch so laut jaulen, irgendwann macht es Sinn, sich auch zuhause hin zu setzten. Wer Meditation noch gar nicht kennt ist in einer geführten Gruppe am besten aufgehoben, doch wer auf den Geschmack kommt, der praktiziert am besten regelmäßig. Und dafür richtet man sich behaglich zuhause ein.
Hier kann man sich ebenso berieseln lassen: Es gibt allerhand Aufnahmen, auch auf YouTube. Aber immer schön schnuppern, ob einem das auch passt, was die angenehme Stimme da haucht, denn es gibt auch einen Haufen Esoterik.

Was brauche ich zum meditieren?

Am Anfang kann man sich gut mit allem behelfen, was man ohnehin zuhause hat. Ich habe meine ersten Erfahrungen auf einer zusammen gefalteten Sofadecke gesammelt. Wer nicht auf dem Boden sitzen möchte kann einen beliebigen Küchenstuhl verwenden.
Richtige Meditationskissen sind teuer und lohnen sich erst, wenn man ganz regelmäßig bei der Sache ist. Läden sind selten, am einfachsten kauft man sie online und kann aus einer riesigen Auswahl an Formen, Farben und Materialien wählen. Welche Art Kissen man nimmt hängt davon ab, wie man am besten sitzen kann, was wiederum von der eigenen Anatomie und Gelenkigkeit abhängt.

Wie sitze ich am besten?

Am besten heißt am bequemsten. Bloß nicht abmühen und es sich mit Posen quälen. Ich konnte am Anfang keine zehn Minuten sitzen, ohne dass mir mindestens ein Bein eingeschlafen ist und ich für den Rest der Zeit in einem brennenden Ameisenhaufen saß und mir tausende Dolche in die Waden stießen. Klingt unangenehm? War es auch. Daher meditiert man am Anfang am besten nur kurz, also etwa 5 bis 10 Minuten in einer Haltung, in der man es so lange bequem aushalten kann. Dafür verknotet man seine Beine entweder im Schneidersitz oder in einer Lotos-Variation. Wenn Knie oder Hüften das nicht angenehm finden, kann man einen Meditationshocker verwenden oder man setzt sich einfach auf einen Stuhl. Der ist besonders praktisch, da einem Beine und Füße dabei nicht einschlafen und man ihn meist eh zuhause hat.
Besucht man einen Kurs in einem Zentrum wird man dort alles für sein Meditationsvergnügen vorfinden.

Welche Art der Meditation?

Es gibt ganz verschiedene Arten, am Anfang empfehlen sich besonders Achtsamkeitsmeditationen. Diese kann man beliebig in der Dauer variieren und damit sehr gut an kürzere Sitzungen anpassen und sie beruhigen den Geist, was ideal ist um sich an Meditation zu gewöhnen. Wenn man das eine Weile gemacht hat wird man von ganz alleine Lust auf neue Themen bekommen.

Nützliches Drumherum

Es ist ja nichts so schwierig wie fünf Minuten auf einem Kissen zu sitzen und auf seinen Atem zu achten. Und selbst das wird wohl nicht gut gehen. Kein Grund zum verzweifeln, das ist normal. Um unserem Geist etwas auf die Sprünge zu helfen sich zu fokussieren kann man auf ein paar Hilfsmittel zurück greifen:

– Gong

Ein Gong, also eine Klangschale oder etwas ähnliches ist super hilfreich, denn es setzt einen Start und Endpunkt für den Geist wann er sich in Meditation befindet. Außerdem wirken die akustischen Schwingungen beruhigend (es geht allein um den Ton, nichts Esoterisches).


– Räucherwerk


Funktioniert genau so. Unser Gehirn verarbeitet Gerüche anders als alle anderen Sinneseindrücke, weshalb man über den Geruch sehr tiefe, emotionale Erinnerungen ansprechen kann. Erreicht man also in einer dezenten, behaglichen Duftwolke angenehme Geisteszustände, merkt sich das Gehirn das.






Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.