Erfahrungsbericht Wake up Retreat am EIAB

Im kuschelig beleuchteten Meditationsraum sitze ich mit etwa fünfzig anderen jungen Menschen im Alter irgendwo zwischen zwanzig und vierzig auf braunen Meditationskissen und singe Lieder. Das erste ist eines meiner Lieblingslieder, das ich bei meinem ersten Aufenthalt vor einem Jahr kennen gelernt habe. Guter Start.

Danach: Eine Runde, jeder erzählt, was ihn hierher auf besagte braune Kissen bewegt hat, am Anfang und Ende verneigt man sich um klar zu machen, wann man bereit und fertig ist.
„Like all of us, I have to live in this crazy world and I think I just have to deal with it.“ sagt eine junge Australierin aus Berlin.
„Ich bin so unglaublich froh hier zu sein!“ sagt eine andere (und hält dabei ihre Hand innig auf ihrer Brust) „Es fühlt sich so gut an, mit euch hier. Ich habe schon jetzt das Gefühl richtig angekommen zu sein.“
Toll. Ich nicht. Und das sollte auch für eine lange Zeit mein Gefühl bleiben. Aber ich will nicht vorgreifen. Der Reihe nach.
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Aufrichtigkeit

Ein armer Mann zog durch die Lande, ging von Haus zu Haus und bat um etwas Geld. Er verkaufte selbstgebastelte Grußkarten mit keinen Kätzchen darauf. Eines Tages kam er in ein kleines Dorf und läutete an der Pforte eines großen Hauses in dem ein reicher Mann wohnte. Der Hausherr öffnete, hörte sich kurz die kleine Ansprache des armen Mannes an, schüttelte den Kopf beim Anblick der Kätzchen-Karten und wollte sie Tür schon wieder schließen, da viel ihm etwas ein.

„Komm doch kurz herein, ich habe ein Anliegen an dich.“ Sagte er zu dem armen Mann. Der wunderte sich etwas, war aber angetan einmal in die edlen Hallen zu treten und wischte sich ganz ordnungsgemäß die Schuhe ab.

„Sieh her, ich habe diese Nachbarin. Sie ist alt und hässlich und krank und morgen stirbt sie ohnehin. Sie schreit die ganze Zeit, wenn wir kurz inne halten, können wir es wohl hören.“ Beide Männer schwiegen kurz und in der Tat ließ sich ein plärrendes Klagen durch die Wände hören. Der arme Mann staunte.

„Wie ich also sagte, es ist ganz grausig mit ihr und sie raubt mir jeden Schlaf. Ich gebe dir fünf hübsche lila Scheine, wenn du hinüber gehst und sie jetzt gleich totschlägst.“

Der arme Mann staunte weiter. Er beschloss sich die Sache einmal an zu sehen, nahm das Geld und ging hinüber zu dem Haus neben an. Auf sein Leuten öffnete niemand doch er fand die Tür nicht verschlossen und folgte dem kläglichen Gewimmer und Gebrüll in den ersten Stock. Dort lag eine alte, hässliche und kranke Frau auf einem Lager auf dem sie vermutlich in der nächsten Nacht sterben würde.

„Warum weinst und schreist du?“ fragte der arme Mann.
„Siehst du denn nicht, dass ich alt und hässlich und krank bin?!“ kreischte die Frau.
„Doch doch, das sehe ich schon.“
„Na also, ich sterbe hier, und niemand ist da und bald ist es zu Ende und ich bin ganz allein.“
Da machte es sich der arme Mann neben ihrem Lager bequem und zog die selbstgemachten Karten und seiner Jackentasche.
„Dein Nachbar schickt mich mit dieser Karte hier her. Du magst wohl Kätzchen?“
Und die Frau wurde mit einem Mal ganz still. Sie nahm die Karte, betrachtete das Bild (Das Kätzchen war mit einem glitzernden Faden auf das Papier gestickt) und aus ihren Augenwinkeln kullerte ein Tränchen.

Der arme Mann saß dort eine Weile, hielt ihre Hand und als sie in der Nacht starb brachte er sie in den Garten und den alten Apfelbaum. Kaum war die Sonne wieder aufgegangen, klopfte er erneut bei dem reichen Mann an.
„Die Frau ist tot, aber es hat noch einiges gedauert und war überhaupt recht anstrengend und verscharrt habe ich sie auch. Ich will noch mehr von den lila Scheinen.“
„Oh natürlich! Da – nimm, dreimal so viel sollst du haben, so gut wie heute Nacht habe ich schon lange nicht mehr geschlafen.“ rief der reiche Mann und überreichte eine weitere beträchtliche Summe Geld.

Dann ging der arme Mann pfeifend seiner Wege.






Rettet das Hirn: Ein Appell.

Man stelle sich nur mal vor – ein gewöhnlicher Dialog auf der Straße:

„Guten Tag, ich kenne mich ein wenig mit Medizin aus und ich bin etwas besorgt, denn ich könnte mir vorstellen, dass es Ihnen nicht gut geht. Haben Sie darüber nachgedacht, einen Internisten aufzusuchen? Er könnte Ihnen da vielleicht weiterhelfen.“

Und der Mensch ist besorgt und dankbar. Ganz im Gegensatz zu:

„Guten Tag, ich kenne mich ein wenig mit Medizin aus und ich bin etwas besorgt, denn ich könnte mir vorstellen, dass es Ihnen nicht gut geht. Haben Sie darüber nachgedacht, einen Psychiater aufzusuchen? Er könnte Ihnen da vielleicht weiterhelfen.“

Und die Leute drehen durch.

Menschen identifizieren sich stark mit ihrem Denken. Wenn damit etwas nicht stimmt, sind sie als Person kaputt. Das will man nicht und hört es ungern und reagiert entsprechend. Schade eigentlich, denn das Gehirn ist eines unserer wichtigsten Organe und es kann genau so erkranken wie jeder andere Teil unseres Körpers auch. Auch ein Hirn brauch Pflege und von Zeit zu Zeit eben auch ärztliche.






Krieg & Frieden, Stand 2017

Todestrieb – PART I Eine friedliche Welt?

Unglaublich aber wahr: Die Welt wird immer friedlicher.

Ja, die Aussage hat es in sich, denn da möchte man doch gleich widersprechen. Überall toben Kriege, orangene Leute auf der anderen Seite des Globus schmeißen Bomben drauf und überhaupt kann man das doch so gar nicht sagen.

Doch kann man. Und das ist auch keine wilde Behauptung. Friedensforscher sagten bereits vor Jahren, dass es noch niemals so friedlich zugegangen sei (obwohl reichlich Arbeit ins Haus steht). An dieser Stelle ist es angebracht zu fragen: Warum zur Hölle glauben wir das nicht?

Die Welt wie sie uns erscheint

Da kommt einem gleich der Grund in den Sinn, der immer wieder platt getreten wird. Wir sehen von der Welt, was Medien uns präsentieren.
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Todestrieb – PART II Warum denn dann überhaupt Krieg?

Jetzt wird es Zeit für schöne, wissenschaftliche Fakten. Das die Welt besser wird, war ja bislang eine anmaßende Behauptung. Mal sehen, was dahinter steckt.

Schauen wir mal auf die Kriege: Seit Jahren sehen wir praktisch nichts anderes in den Nachrichten und es fällt schwer zu glauben, dass es davon heute weniger geben sollte als früher. Is aber so. Hier das Ganze in Grafiken: Todestrieb – PART II Warum denn dann überhaupt Krieg? weiterlesen

Todestrieb – PART III Jetzt das ganze noch einmal global

Komplexe Systeme wie Staaten zu personifizieren und dann auch noch auf der Ferne zu analysieren ist ja eine ganz böse Angelegenheit. Höchst fragwürdig. Böse, böse. Machen wir es einfach trotzdem, weil es so schrecklich spannend ist. Todestrieb – PART III Jetzt das ganze noch einmal global weiterlesen

Todestrieb – EXKURS Ist Terror der neue Krieg?

An dieser Stelle ist ein kleiner Exkurs angesagt. Denn bislang ging es immer um Krieg und bewaffnete Konflikte. Das Thema, das heute am meisten Angst und Schrecken mit sich bringt ist Terror. Und mit Terror verhält es sich ein klein wenig anders als mit Krieg. Todestrieb – EXKURS Ist Terror der neue Krieg? weiterlesen

Todestrieb – Résumé

Hui, das war viel! Geht also die Welt da vor die Hunde? Wir Menschen sind aggressive Tierchen, die nicht anders können, als uns gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Und wenn wir es nicht selbst machen, dann brauchen wir es doch irgendwie um uns zumindest lebendig zu fühlen, in einer Welt die immer friedlicher wird und daher weniger Ecken und Kanten bietet, sich daran zu reiben um das volle menschliche Sein aus zu kosten? Todestrieb – Résumé weiterlesen

Wie du endlich wirklich glücklich wirst und dein Leben auf die Reihe kriegst

 

Schritt 1: aufhören 10 Schritte-Beiträge zu lesen
Schritt 2: Schritt 1 befolgen. Jetzt aber wirklich!
Schritt 3: Kontemplieren, warum das immer noch nicht geklappt hat.
Schritt 4: Emotionale Reaktion registrieren
Schritt 5: Vorsichtig nochmal Schritt 1 probieren
Schritt 6: Verstärkte emotionale Reaktion registrieren
Schritt 7: Irgendetwas anderes tun, Himbeerkringel essen, zum Beispiel.
Schritt 8: auslassen. Man kann ja nun wirklich nicht alles mitmachen.
Schritt 9: Emotionale Reaktion registrieren.
Schritt 10: Freuen, dass es doch noch geklappt hat, mit Schritt 1!